Digital Kickoff – Der Start für Ihr Großprojekt
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Digital Kickoff - Der Start für Ihr Großprojekt

02.02.2021 Posted 9 Monaten ago Christoph Uhlich

Ein Bericht aus der Praxis: So erhalten Kunden ein konkretes Ergebnis nach wenigen Wochen

Sie kennen das sicher: Unternehmen betreuen zahlreiche Standorte, ganz gleich aus welcher Branche. Nehmen wir als Beispiel einen unserer Kunden aus dem Bereich Gebäudeleittechnik. Das Unternehmen betreibt innerhalb der eigenen Infrastruktur eine Gebäudeleitlösung mit einer Vielzahl von Liegenschaften in ganz Deutschland. Das bedeutet, es müssen kontinuierlich zahlreiche Systeme überwacht und gewartet werden. Ein sehr aufwändiges und je nach System auch komplexes Unterfangen, bei dem immer wieder alte und neue Probleme auftreten können. Und meistens machen wir – gerade im Bereich Technik und Software – die Erfahrung, dass jedes Altsystem mit der Zeit an seine Grenzen stößt und mehr und mehr Aufwand erzeugt, während der Nutzen gleich bleibt oder an Kraft verliert.

In kleinen Schritten schnell zum ersten Erfolg

Zurück zu unserem Kunden. Im Rahmen der Modernisierung eines Bestandssystems hat er sich an uns gewandt. Ziel war es, die komplizierte Fachlichkeit zu analysieren und entsprechendes Potenzial für die Transformation hin zu einem Serviceanbieter einzusetzen, da die damals aktuelle Lösung ausschließlich aus dem Hosting einer Fremdsoftware bestand.

Da wir in unserer Rolle als Dienstleister für individuelle Softwareentwicklung der Überzeugung sind, dass es in nahezu jeder Zusammenarbeit Sinn macht, in kleinen Schritten und vor allem schnell Ergebnisse zu erzielen, haben wir für diesen Kunden unser Format des Digital Kickoffs gewählt.

Digital Kickoff: Vorgehen und Ergebnis

Wir beschreiben damit ein Vorgehen, in dem wir innerhalb weniger Wochen eine Produktidee oder ein Konzept verproben. In dieser Zeit analysieren und verstehen wir das Problem des Kunden genau und entwickeln einen Prototyp als ersten Lösungsvorschlag. Der Kunde profitiert mehrfach.

  • Er versteht durch eine umfangreiche Analyse der Ist-Situation sein eigenes Problem viel genauer,
  • er erhält mit geringem Kosteneinsatz eine schnelle, erste Lösung in Form eines lauffähigen Prototyps, der als Machbarkeitsstudie fungieren und sogar mit Kunden verprobt werden kann,
  • er erhält eine Roadmap mit mehreren möglichen Ausstiegspunkten, um seine Transformation ohne Risiko zu gestalten,
    er kann sowohl das Problem als auch mögliche Lösungen mit allen wichtigen Faktoren bewerten und entscheiden, ob und wie er darauf aufbauen möchte.

Daten durch Gespräche und Interviews

Aus Erfahrung liefern Interviews mit betroffenen und eingebundenen Mitarbeiter*innen auf Kundenseite meist mehr und sehr gute Informationen zu den Anforderungen an das System und die reale Verwendung von Features. Die reine Sichtung von dokumentierten Zahlen, Daten und Fakten hilft natürlich zusätzlich, ist für uns als alleinige Informationsquelle aber nicht ausreichend.

Also haben wir verschiedene Interviews geführt, um die aktuelle Betriebssituation sowie mögliche Erweiterungen oder Kundenwünsche aufzunehmen. Aus den Erkenntnissen daraus haben wir eine Skizze der Softwarearchitektur im Ist-Zustand erstellt und uns im weiteren Verlauf auf die Möglichkeiten der Transformation des Kunden und einen möglichen Entwicklungspfad konzentriert.

Hier ging es im Wesentlichen darum, weitere Anforderungen zu erfassen und eine mögliche eigene Servicelandschaft zu skizzieren, die das Bestandssystem ablösen kann. Die technische Expertise der Beteiligten ist hier sehr wertvoll, da schon früh anhand der Anforderungslage grundsätzliche Architekturentscheidungen diskutiert werden können.

Starke Basis für die angestrebten Ziele und weitere Schritte

Was hat der Kunde nun nach ein paar Wochen konkret in der Hand? Unser Ziel ist es ja, am Ende des Startprojektes “Digital Kickoff” ein konkretes Ergebnis zu liefern, das ihn wirklich weiterbringt. In unserem Fall erhielt er eine Roadmap inklusive Architekturbeispiel sowie ein kleines Dummyfrontend. Diese Artefakte helfen ihm, die Bestrebungen nach der Eigenentwicklung bzw. der Transformation zum Lösungsanbieter gegenüber seinen Kunden und Investoren zu untermauern. Außerdem haben wir mit den Entwicklungsetappen nicht nur den Weg der Transformation gezeichnet, sondern dem Kunden außerdem mit groben Schätzungen zu Zeit und Budget die nötigen Informationen für die Investitionsentscheidung geliefert.

Wir freuen uns, wenn der Kunde mit uns die zweite Stufe des Großprojektes nimmt. In dem Fall wäre das die Implementierung eines Proof of Concepts (PoC), um tatsächlich den Durchstich zu erzielen. Auf Basis dieses PoCs kann dann im übernächsten Schritt eine neue, skalierende und erweiterbare Plattform entwickelt werden. Bei all dem möchten wir gerne unterstützen, den Kunden einbinden und schulen, um ihm dann – wenn er soweit ist – das Projekt in die eigenen Hände zu übergeben und uns selbst neuen Herausforderungen zu widmen.

Christoph Uhlich

Über den Autor

Christoph Uhlich, Technology Consultant und Softwareentwickler mit Fokus auf Prototyping und Produktkonzepte, liebt das Internet der Dinge mit all seinen technologischen Aspekten

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