Dockingstation und Bällebad – das Eltern-Kind-Zimmer der tarent
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Dockingstation und Bällebad - das Eltern-Kind-Zimmer der tarent

26.10.2022 Posted 1 Monat ago Esther Amler

Wofür brauchen wir ein Eltern-Kind-Zimmer?

Die tarent ist ein familienfreundliches Unternehmen, das bestätigen uns unter anderen auch freundin.de und familienbewussteunternehmen.de.

Für meinen Arbeitsalltag ist das wichtig, denn sonst wüsste ich gar nicht, wie ich die Care-Arbeit und den Beruf unter einen Hut bringen soll.

Es gibt aber neben der Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch einen weiteren wichtigen Aspekt des Eltern-Kind-Zimmers: Kinder sind wissbegierig, sie wollen begreifen und lernen. Dazu gehört natürlich auch zu verstehen, wo und wie ihre Eltern arbeiten. In dem kleinen Büchlein ‘Warum haben Erwachsene nie Zeit? Philosophische Fragen von Kindern, beantwortet von Tomi Ungerer.’ (Ungerer, 2019*) kommen Lucia (9 Jahre) und Tomi Ungerer (1931-2019) dem Thema ganz nahe:

Lucia fragt: Warum sagen die Erwachsenen dauernd, dass sie keine Zeit haben?
Tomi Ungerer antwortet: Weil ihre Zeit von der Arbeit aufgefressen wird. Stellt euch vor, was Vater und Mutter nach ihrem Arbeitstag noch alles tun müssen: das Abendessen kochen, aufräumen, saubermachen, die Kinder ins Bett bringen. Manchmal haben sie nicht mal Zeit für eine Gutenachtgeschichte oder ein Schlaflied. Ich wohne in Irland, und mir ist aufgefallen, dass hier viele LKW- und Lieferwagenfahrer die Großeltern oder die jüngsten Kinder der Familie auf ihre Touren mitnehmen. Ich glaube, alles wäre ganz anders, wenn die Eltern ihre Kinder öfter an ihren Arbeitsplatz mitnehmen würden.

Büro, Kinderzimmer, … – ja was denn nun?

Zuerst einmal ist das Eltern-Kind-Zimmer ein Springerbüro an unserem Standort in Bonn. Jeder Kollege und jede Kollegin kann hier mit dem eigenen Laptop arbeiten. Die Grundausstattung ist funktional und die gleiche wie in anderen Büros: Tisch, Stuhl, Beleuchtung, Docking Station. Und dann ist der Raum auch ein Kinderzimmer mit Hochbett, beleuchteter Bällebadhöhle, Wimmelbüchern, Legokisten, Malecke und noch vielem mehr. Gerade für kleinere Kinder gibt es hier viel zu entdecken und vollzukrümeln.

Ich erinnere mich noch, dass das Eltern-Kind-Zimmer an unserem alten Standort schon eine tolle Sache war: Mein größerer Sohn hat dort seine zweiten drei Schritte gemacht, während ein Kollege und ich den Laptop für die Arbeit mit dem neuen Kunden eingerichtet haben. An unserem neuen Standort in der Bonner Weststadt hat sich mein Kollege Christoph aus dem tarent Office dem besonderen Büro im Erdgeschoss angenommen. Er hat das Eltern-Kind-Zimmer in vielen Stunden handwerklicher Arbeit gebaut und kindgerecht eingerichtet. Der Raum ist jetzt ein liebevoll und praktisch gestaltetes Büro aus einem Guss, das ich als Arbeitsplatz (auch ohne Kind im Schlepptau) gerne mal wieder buche.

Und wie funktioniert das ganz konkret?

Gestern war wieder so ein Tag: Der Herbst ist da und damit auch die kleinen und großen Schniefnasen. Unsere Tagesmutter ist krank und ich habe niemanden, der die fast 2-jährige Tochter betreuen kann. Ich buche also morgens den Raum und packe Kind plus Kuscheltier ein. Mitbringen muss ich ansonsten nur meinen Laptop und ein bisschen Geduld/Zeit. Denn es ist klar, Kinderbetreuung und Arbeit gleichzeitig, das funktioniert nicht gut – das mussten viele von uns in zahlreichen Lockdown-Experimenten feststellen. Aber nebeneinander, mit der Nähe vom Kind zum Arbeitsplatz und umgekehrt, das funktioniert schon ein bisschen besser. Ich schraube also meine Erwartungen an den Arbeitstag ein wenig runter und freue mich, dass ich mit ein paar Stunden in t-time immerhin die dringendsten Themen bearbeiten kann. Der Remote-Arbeitstermin läuft dann natürlich anders ab, als das im normalen Büro wäre: Meine Tochter quengelt und quäkt, während ich die Ergebnisse der vergangenen Woche zeige. Aber mit einem Brötchen und ein bisschen Geduld, auch von Seiten der Kolleg*innen, kommen wir dann schließlich doch noch zu einem sinnvollen Arbeitsergebnis.

Der größere Kontext

In der IT-Branche arbeiten wir die meiste Zeit am Rechner, das bringt uns in eine privilegierte Position: Wir haben die Möglichkeit, Kinder in den Berufsalltag zu integrieren. In vielen anderen Berufsgruppen – und dazu zählen sicherlich auch die systemrelevanten, wie Pflege und Einzelhandel – ist das weitaus schwieriger umzusetzen und Lösungen auf politischer Ebene sind weiterhin gefragt. Im gesamtgesellschaftlichen Kontext ist das Eltern-Kind-Zimmer deshalb nur ein kleines Puzzleteil für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie – und hier will ich auch die Thematik der Pflege von älteren oder hilfsbedürftigen Angehörigen nicht unerwähnt lassen.

Nichts desto trotz bin ich froh, dass wir in der tarent über einen so wunderbaren Raum verfügen. Das Eltern-Kind-Zimmer ist für mich persönlich nicht nur ein niedliches Springerbüro, sondern ein weiteres großes Puzzleteil, um die Büroarbeit mit Kindern ein bisschen leichter zu machen und damit ein echtes Statement der tarent.

* Tomi Ungerer, 2019(1): Warum haben Erwachsene nie Zeit? Philosophische Fragen von Kindern, beantwortet von Tomi Ungerer. Diogenes Verlag.

Über die Autorin

Esther Hentschel, Scrum Master bei der tarent seit 2019.

e.hentschel@tarent.de